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Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender-Ideologien. Soziologische Perspektiven


  • Kollegienhaus, Seminarraum 104, Universität Basel 1 Petersplatz Basel, BS, 4051 Schweiz (Karte)

Im Seminar untersucht Franziska Schutzbach zusammen mit den Studierenden aktuelle und historische antifeministische und Anti-Gender Bewegungen aus soziologischer Perspektive.

Während feministische und LGBTQ-Kämpfe, Bewegungen und Solidaritäten relativ gut untersucht sind, setzt sich die Forschung erst seit ein paar Jahren (wieder) systematisch mit antifeministischen Positionen und Haltungen auseinander. Untersucht wird etwa, unter welchen Bedingungen die verschiedenen Erscheinungformen von Antifeminismus und Anti-Gender-Bewegungen entstehen, das heisst auf welche Weise bestimmte gesellschaftliche Konflikte, Machtverhältnisse, soziale Identitäten und politische Diskurse zur Entstehung und Verbreitung solcher Bewegungen beitragen. So wird Antifeminismus etwa als Gegenbewegung zu frauenbewegten und/oder LGBTQ-Emanzipationsbestrebungen verstanden, aber auch als Propaganda- und Machtstrategie bestimmter politischer und medialer Akteur:innen. Ziel dieses Kurses ist es erstens, die wichtigsten historischen Etappen antifeministischer Entwicklung vom 19. bis zum 21. Jahrhundert in der westlichen Welt aufzuzeigen – sowohl auf der Ebene des Denkens als auch der Praxis und der Wirksamkeit. Zweitens werden gegenwärtige Manifestationen (z. B. in Politik, Medien, Religion und Online-Kulturen) analysiert und mit verschiedenen theoretischen Ansätzen der Geschlechter- und Wissenssoziologie verknüpft.

Wir fragen: Wie wirken sich aktuelle antifeministische und Anti-Gender-Bewegungen und Diskurse in der westlichen Welt aus? Welche Hintergründe und Funktionen haben sie? Welche Geschlechterrollen werden darin verhandelt, welche Machtstrukturen verstetigt? Das Seminar verbindet theoretische Reflexion mit empirischen Beispielen und regt zur kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen über Geschlecht und Sexualität an.

Erwartet wird die Bereitschaft zur intensiven Lektüre, zur aktiven Beteiligung und zur kritischen Reflexion der behandelten Konzepte und empirischen Beispiele.

jeweils Dienstags an der Universität Basel von 14.15-16.00 Uhr

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