Männlichkeit soll stark, unabhängig und souverän sein. Gleichzeitig sind Männer auf Anerkennung, Nähe, Fürsorge und Verbundenheit angewiesen. Franziska Schutzbach zeigt in ihrem Referat, wie dieses Dilemma patriarchale Gewalt begünstigen kann. Gewalt kann dabei zum Versuch werden, eine bedrohte männliche Ordnung wiederherzustellen. Im Fokus des Vortrags stehen auch der antifeministische Backlash und die "Manosphere". Wie können wir ihnen begegnen und als Einzelpersonen und Institutionen auch in zunehmend autoritären Zeiten handlungsfähig bleiben? Franziska Schutzbach ist Geschlechterforscherin, Soziologin, Buchautorin und Geschäftsleiterin des Vereins Feministische Wissenschaft Schweiz (FemWiss). Sie lehrt an der Universität Basel und Zürich und forscht zu Geschlechterverhältnissen und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Zu ihren Büchern gehören Die Erschöpfung der Frauen (2021) und Revolution der Verbundenheit (2024). Im November 2026 erscheint Hoffnungsstrategien in autoritären Zeiten. Ein feministisch queeres Handbuch.
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